Galerie Körper, Farbe, Licht und Form

Das Anliegen, die eingefahrenen Wege des Glamours und der damit verbundenen sexualisierten Objektbeziehung zu verlassen, führt mich auf der einen Seite zu sehr persönlichen, achtsam intimen und authentischen Bildern, die oft sehr schlicht und still sind und eine besondere Aufmerksamkeit verdienen – die sie oft in der Öffentlichkeit bei der allgegenwärtigen Bilderflut kaum bekommen können. Das gehört für mich in den erweiterten Bereich des subjektiven Portraits als Spiegel der Persönlichkeit.

Auf der anderen Seite steht ein bewusst spielerischer Umgang mit den „Reizen“ des Körpers, der mit Licht und Schatten, Farbe und Dekoration, Hintergrund und Szene in einen Zusammenhang gestellt wird. Hier wirkt das Bild zunächst eher inszeniert und ent-persönlicht, es trägt verallgemeinernde Züge und zeigt, wenn es gelingt, Schönheit in einer universellen, komplexeren Art mit oft sehr unterschiedlichen Inhalts- und Formelementen. Auch hier bleibt aber der Mensch Subjekt und im Mittelpunkt des Geschehens, indem er beim Entstehungsprozess des Bildes seine Präsenz einbringt.